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Kauf auf Rechnung: Verfügbarkeit und Bedingungen prüfen

Kauf auf Rechnung ist nicht bei jeder Bestellung verfügbar. Prüfe Shops, Zahlungsanbieter, Bonitätsprüfung, Zahlungsfristen und den Umgang mit Rücksendungen.

Aktualisiert am 23. Oktober 2026 · Redaktion Anderswo

Händler-Finder

Wähle, was du kaufen willst und was dir wichtig ist. Die Tabelle zeigt nur Shops, bei denen wir jeden Punkt auf der Shopseite gefunden haben.

Warengruppe
Mir ist wichtig

45 von 54 Shops passen

ShopSitzRechnungRücksendungRückgabeVersandAbholungLieferzeit
About YouMode · Schuhe · Sport · BeautyHamburgjakostenlos30 Tage4,90 €gratis ab 34,90 €––
AfB Shop (afbshop)Refurbished · ElektronikDürenjakostenlos14 Tage5,90 €gratis ab 89,00 €jain der Regel 1–3 Werktage
AlternateElektronik · Haushalt · RefurbishedLinden (Hessen)jakostenlos30 Tage7,99 €ja–
asgoodasnewRefurbished · ElektronikFrankfurt (Oder)jakostenlos30 Tage6,90 €–1–2 Werktage (Standard, Deutschland)
AUTODOCAutoteileBerlinjadu zahlst14 Tage6,95 €–lagernde Artikel: Versand innerhalb von 1–2 Werktagen nach Zahlungseingang

auf der Shopseite belegt belegt: nein · «–» nicht belegt · Stand: 10.2026. Quellen je Shop im Händler-Check. Gesetzlich gilt immer: 14 Tage Widerruf (§ 355 BGB).

Kurz gesagt

  • Ein grundsätzlich angebotener Rechnungskauf sichert keine Freigabe für deine einzelne Bestellung.
  • Zahlungsempfänger kann der Verkäufer oder ein Zahlungsdienstleister sein; maßgeblich sind die Angaben deiner Rechnung.
  • Beim gesetzlichen Widerruf beträgt die Frist grundsätzlich 14 Tage (§ 355 Abs. 2 BGB).
  • Der Shop darf eine Rückzahlung nach einem Widerruf bis zum Wareneingang oder deinem Versandnachweis zurückhalten (§ 357 Abs. 4 BGB).

Kauf auf Rechnung bedeutet: Du bestellst zunächst und zahlst später innerhalb der vereinbarten Frist. Verschiedene Shops bieten diese Zahlungsart grundsätzlich an, entscheiden aber erst bei deiner Bestellung über die Freigabe. Prüfe deshalb Zahlungsempfänger, Fristbeginn und Rücksenderegeln, bevor du den Kauf verbindlich abschließt.

Welche Shops bieten Kauf auf Rechnung an?

Der Händler-Finder hilft dir, Shops mit Kauf auf Rechnung für unterschiedliche Produktgruppen zu finden. Die grundsätzliche Verfügbarkeit bedeutet keine Freigabe im Einzelfall, selbst nach einer früheren erfolgreichen Bestellung.

Die folgende Auswahl nennt belegte Shopbedingungen, aber keine Zusage für deinen persönlichen Warenkorb. Für deinen Einkauf bleiben das konkrete Angebot und die Zahlungsinformationen beim Bestellabschluss maßgeblich.

Shop Grundsätzliches Angebot und Bedingungen laut Shop
OTTO OTTO nennt Rechnungskauf bei vorausgesetzter Bonität und 30 Tage Zeit nach Versand.
Zalando Zalando nennt 14 Tage Zahlungszeit; bei einigen Partnerartikeln ist Rechnungskauf nicht verfügbar.
IKEA IKEA nennt Klarna-Rechnungskauf mit Bonitätsprüfung und Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Lieferung.
Flaconi Flaconi nennt Rechnungskauf über Riverty ab 18 Jahren, zahlbar 14 Tage nach Warenerhalt.
home24 home24 nennt Rechnungskauf nur, wenn die Bestellung ausschließlich home24-Artikel enthält; Zahlungsziel 14 Tage nach Erhalt der Rechnung.
About You About You nennt Klarna-Rechnungskauf; eine Zahlungsfrist in Tagen nennt der Shop nicht eindeutig.

Auf einem Marktplatz bieten unterschiedliche Verkäufer ihre Waren über eine gemeinsame Plattform an. Der Verkäufer ist dein Vertragspartner für die Ware; der Plattformbetreiber muss das nicht sein. Für Partnerangebote gelten die jeweiligen Verkäuferbedingungen, ergänzt durch die Zahlungsbedingungen des gewählten Anbieters. Weitere Möglichkeiten zum Einkaufen ohne Amazon kannst du unabhängig von einer bestimmten Zahlungsart vergleichen.

Wer stellt die Rechnung und wer bekommt dein Geld?

Verkäufer, Rechnungsversender und Zahlungsempfänger können unterschiedliche Unternehmen sein, auch wenn du nur einen Bestellvorgang durchläufst. Ein Zahlungsdienstleister übernimmt die Zahlungsabwicklung und kann auch die offene Kaufpreisforderung vom Verkäufer übernehmen. Diese Übertragung heißt Forderungsabtretung: Der Dienstleister darf den Kaufpreis dann selbst von dir verlangen. OTTO schreibt etwa in seinen AGB, dass die Zahlungsforderung des Verkäufers an die OTTO Payments GmbH abgetreten wird.

Zahlungsfluss Direkte Shoprechnung Rechnung über einen Zahlungsdienstleister
Bestellung Du kaufst beim Verkäufer. Du kaufst beim Verkäufer und wählst dessen Zahlungsangebot.
Lieferung Der Verkäufer organisiert die Lieferung. Der Verkäufer organisiert die Lieferung, nicht automatisch der Zahlungsdienstleister.
Rechnung Der Verkäufer schickt die Zahlungsinformationen. Rechnung oder Zahlungsinformationen können vom Dienstleister kommen.
Zahlung Du zahlst an den angegebenen Verkäufer. Bei übertragener Forderung zahlst du an den angegebenen Dienstleister.
Rücksendung Du klärst Rückgabe und Rechnung mit dem Verkäufer. Du klärst die Ware mit dem Verkäufer und den Rechnungsstatus zusätzlich beim Dienstleister.

Übernimm Kontoverbindung und Verwendungszweck aus den Zahlungsinformationen genau für diese Rechnung, nicht aus einer älteren Bestellung. Bei widersprüchlichen Angaben lässt du dir den richtigen Zahlungsempfänger vor einer Überweisung schriftlich bestätigen.

Warum fehlt Rechnungskauf beim Bestellabschluss?

Ein sichtbares Zahlungslogo bedeutet nicht, dass der Anbieter jede Bestellung auf Rechnung freigibt. Die Freigabe kann von Bonität, Bestellhöhe, Adressen oder dem ausgewählten Verkäufer und Artikel abhängen. Douglas nennt beispielsweise Bestellhöhe, Kundenkonto-Saldo und Bonitätsprüfung als Voraussetzungen und schließt abweichende Rechnungsanschriften aus. Solche Einschränkungen lassen sich nicht pauschal auf sämtliche anderen Shops oder Zahlungsdienstleister übertragen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet von einem Urteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts: Bedingungen beworbener Zahlungsarten müssen schon in der Werbung klar und leicht zugänglich stehen. Eine erfolgreiche Bonitätsprüfung darf deshalb nicht erst als überraschende Voraussetzung im Kleingedruckten auftauchen. Fehlt Rechnungskauf, musst du nicht automatisch auf eine andere Zahlungsart wechseln und sofort bestellen. Prüfe zunächst die eingegebenen Daten und entscheide dann, ob die angebotene Alternative für dich passt.

Welche Fristen und möglichen Kosten musst du prüfen?

Prüfe vor dem Kauf die konkrete Zahlungsfrist und das auslösende Ereignis für den Fristbeginn. Versand, Rechnungserhalt und Warenlieferung sind unterschiedliche Zeitpunkte und dürfen nicht miteinander verwechselt werden. Prüfe außerdem, ob sich die Frist auf einzelne Sendungen oder die gesamte Bestellung bezieht. Eine längere freiwillige Rückgabefrist bedeutet nicht automatisch, dass auch die Zahlungsfrist entsprechend länger läuft.

Laut Verbraucherzentrale fallen beim Rechnungskauf in der Regel keine Zusatzkosten an, wenn du innerhalb der eingeräumten Frist zahlst; manche Shops erheben aber eine Rechnungsgebühr. Schiebst du die Frist nach hinten, können Kosten anfallen; lies deshalb die Bedingungen vor deiner Zustimmung. Bei verspäteter Zahlung können Mahnungen und weitere Forderungen entstehen; prüfe deren Berechtigung statt ungeprüft zu bezahlen. Hältst du eine Inkassoforderung für unberechtigt, kannst du dich an eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale wenden.

Was passiert bei Teilrücksendung oder verspäteter Erstattung?

Eine Rücksendung beim Verkäufer und eine Meldung beim Zahlungsdienstleister erfüllen unterschiedliche Aufgaben im selben Vorgang. Gehe nicht davon aus, dass dein Rechnungsbetrag unmittelbar nach der Paketabgabe automatisch angepasst wird. Ob und wie lange eine gemeldete Rücksendung die Zahlung pausiert, regelt der jeweilige Zahlungsdienstleister in seinen Bedingungen. Prüfe deshalb im Kundenportal, ob deine Meldung angekommen ist und welcher Betrag noch offen ist.

Beispiel: Du behältst eine Hose und schickst das ebenfalls bestellte Hemd an den Verkäufer zurück. Erkläre gegebenenfalls den Widerruf beim Verkäufer, melde die Rücksendung beim Dienstleister und bewahre den Versandbeleg auf. Prüfe anschließend Restbetrag und Zahlungsziel, statt lediglich auf eine spätere automatische Korrektur zu warten.

Ein Widerruf löst dich durch eine eindeutige Erklärung vom Vertrag; bloßes Zurückschicken genügt nicht (§ 355 Abs. 1 BGB). Die Frist beträgt 14 Tage (§ 355 Abs. 2 BGB); kein Widerrufsrecht gibt es etwa bei Maßanfertigungen oder entsiegelten Hygieneartikeln (§ 312g Abs. 2 BGB). Erstattet wird spätestens nach 14 Tagen; der Shop darf aber bis zum Wareneingang oder Versandnachweis warten (§ 357 Abs. 1 und 4 BGB). Alle gesetzlichen Ausnahmen und Pflichten erklärt der Ratgeber zum Widerrufsrecht beim Online-Kauf ausführlich.

Wie unterscheiden sich Shoprechnung, Klarna und PayPal?

Bei einer direkten Shoprechnung klärst du Zahlungsfragen grundsätzlich mit dem Verkäufer oder seiner benannten Abrechnungsstelle. Ein externer Zahlungsdienstleister schafft dagegen eine zusätzliche Anlaufstelle für Zahlungsziel, Rechnungsstatus und mögliche Mahnungen. Eine Klarna-Rechnung ist nicht automatisch dasselbe Angebot wie eine Klarna-Ratenzahlung oder eine kostenpflichtige Fristverlängerung. Auch bei der Suche nach "PayPal Rechnungskauf" solltest du auf die genaue Bezeichnung des Angebots achten.

Das bloße PayPal-Logo im Onlineshop belegt noch keine konkrete Rechnungskauf-Option mit bestimmten Bedingungen. Bei mangelhafter Ware bleibt der Verkäufer Ansprechpartner für die Gewährleistung, also die gesetzliche Mängelhaftung (§§ 434, 437 ff. BGB). Eine Garantie ist dagegen eine freiwillige zusätzliche Zusage und ersetzt diese gesetzlichen Ansprüche nicht (§ 443 BGB).

Welche Angaben zur Bonitätsprüfung solltest du lesen?

Bonität bedeutet Zahlungsfähigkeit; Anbieter prüfen damit, ob sie dir einen Zahlungsaufschub gewähren möchten oder nicht. Welche Prüfung tatsächlich erfolgt, solltest du den Informationen des konkret beteiligten Unternehmens entnehmen, nicht einem allgemeinen Shopvergleich. Achte auf den Namen des prüfenden Unternehmens, genannte Auskunfteien und die beschriebenen Zwecke der Datenverarbeitung. Lies außerdem, welche Angaben zur Identitätsprüfung und zur Verwendung deiner Adressdaten gemacht werden.

Eine Ablehnung allein erklärt noch nicht, welcher einzelne Faktor für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen ist. Frage bei Unklarheiten beim zuständigen Anbieter nach und vermeide Vermutungen über angebliche pauschale Ausschlussgründe. Weitere Hinweise zu Zahlungsarten und Warnsignalen findest du im Überblick zum sicheren Bestellen.

  1. Verfügbarkeit prüfen

    Suche im Händler-Finder nach Rechnungskauf und prüfe anschließend die Zahlungsarten deiner konkreten Bestellung.

  2. Zahlungsempfänger festhalten

    Speichere Rechnung, Kontoverbindung, Verwendungszweck und Zahlungsziel. Unterscheide den Verkäufer vom Zahlungsdienstleister.

  3. Bedingungen lesen

    Prüfe Bonitätsprüfung, Fristbeginn, mögliche Zusatzkosten und die Regeln für Rücksendungen vor dem Bestellabschluss.

  4. Rücksendung doppelt melden

    Erkläre einen erforderlichen Widerruf beim Verkäufer und melde die Rücksendung zusätzlich beim Zahlungsdienstleister. Sichere Bestätigungen und Versandbeleg.

  5. Offenen Betrag kontrollieren

    Prüfe vor dem Zahlungsziel den Rechnungsstatus. Kläre fehlende Gutschriften schriftlich mit Verkäufer und Zahlungsdienstleister.

Häufige Fragen

Ist Rechnungskauf dasselbe wie Ratenzahlung?

Nein. Beim Rechnungskauf begleichst du den offenen Betrag innerhalb der vereinbarten Frist. Bei einer Ratenzahlung verteilst du ihn auf mehrere Zahlungen. Laut Verbraucherzentrale schließt du dafür einen eigenen Darlehensvertrag mit dem Zahlungsdienstleister, nicht mit dem Verkäufer.

Brauche ich zwingend ein Kundenkonto?

Das hängt vom Shop und Zahlungsangebot ab. Ein Rechnungskauf-Logo sagt nicht, ob diese Zahlungsart auch für Gastbestellungen verfügbar ist. Prüfe die Bedingungen deiner Bestellung.

Soll ich eine unerwartete Inkasso-Mail sofort bezahlen?

Prüfe zunächst die Forderung und den Rechnungsstatus im offiziellen Kundenportal. Nutze dafür einen selbst aufgerufenen Zugang statt eines Links aus der Nachricht. Bei strittigen Forderungen kannst du dich an eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale wenden.

So wissen wir das

  1. Kauf auf Rechnung: Gericht stärkt Verbraucherrechte beim Online-Shopping | Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh.de)
  2. Buy now pay later: Schuldenfalle oder moderner Rechnungskauf? | Verbraucherzentrale.de (verbraucherzentrale.de)
  3. Allgemeine Geschäftsbedingungen | OTTO (otto.de)
  4. Bezahlung | OTTO (otto.de)
  5. § 357 BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  6. § 312g BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)

Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Shop-Bedingungen können sich ändern. Prüfe vor dem Kauf die Angaben des jeweiligen Verkäufers.