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Rückgabe-Fristrechner für reguläre Warenkäufe

Berechne die reguläre Widerrufsfrist beim Online-Warenkauf. Erfahre, welches Empfangsdatum zählt und welche Grenzen bei Feiertagen und Shopfristen gelten.

Aktualisiert am 23. Oktober 2026 · Redaktion Anderswo

Fristrechner

Bis wann kannst du widerrufen? Gib den Tag ein, an dem du die Ware bekommen hast – bei Teillieferungen den Tag der letzten.

Gesetzlicher Widerruf bis einschließlich

9. November 2026

Der Zustelltag zählt nicht mit; die Frist endet mit Ablauf des 14. Tages (§ 187 Abs. 1, § 188 Abs. 1 BGB). Rechtzeitig absenden genügt (§ 355 Abs. 1 BGB).

  1. Sa24.
  2. So25.
  3. Mo26.
  4. Di27.
  5. Mi28.
  6. Do29.
  7. Fr30.
  8. Sa31.
  9. So1.
  10. Mo2.
  11. Di3.
  12. Mi4.
  13. Do5.
  14. Fr6.
  15. Sa7.
  16. So8.
  17. Mo9.
  • Shop wählen, um seine freiwillige Rückgabefrist zu sehen.
  • Gesetzlich zahlst du die Rücksendung nur, wenn der Shop dich vorher darüber informiert hat (§ 357 Abs. 5 BGB).

Berücksichtigt nur bundesweite Feiertage. Fällt das Ende auf einen Feiertag deines Bundeslands, gilt der nächste Werktag – sicherer ist, früher abzuschicken. Keine Rechtsberatung. Gesetzestext: § 355, § 356, § 193 BGB.

Kurz gesagt

  • Beim regulären Online-Warenkauf hast du als Verbraucher grundsätzlich 14 Tage Widerrufsrecht nach §§ 312g und 355 BGB.
  • Der Empfangstag zählt nicht mit; bei getrennten Lieferungen einer Bestellung zählt grundsätzlich die letzte Ware.
  • Fällt das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, tritt nach § 193 BGB der nächste Werktag an seine Stelle.
  • Der Rechner trennt die gesetzliche Widerrufsfrist von freiwilligen Shopfristen und berücksichtigt nur bundesweite Feiertage.

Was der Rechner wissen will

Dein Beispiel zum 14-Tage-Widerrufsrecht berechnet der Fristrechner aus dem Tag, an dem die Ware bei dir angekommen ist. Ein Widerruf bedeutet, dass du deinen Kaufvertrag durch eine eindeutige Erklärung gegenüber dem Händler ohne Begründung auflöst. Optional wählst du den Shop, um seine freiwillige Rückgabefrist zu sehen, und kreuzt an, wenn du keine korrekte Widerrufsbelehrung bekommen hast. Die Berechnung bietet dir eine Orientierung, ersetzt im konkreten Streitfall jedoch keine juristische Beratung.

Für den Beginn der Frist ist stets der tatsächliche Erhalt der Ware und nicht das Bestelldatum entscheidend. Nach § 356 Absatz 2 BGB zählt auch der Erhalt durch einen von dir benannten Dritten. Der Frachtführer, also der zustellende Paketdienst, gilt ausdrücklich nicht als solcher Dritter.

Liefert ein Verkäufer mehrere Artikel einer einheitlichen Bestellung getrennt aus, entscheidet der Erhalt der letzten Ware. Kommt ein Artikel in mehreren Teilsendungen, beginnt die Frist mit der letzten Teilsendung; diesen Tag gibst du im Rechner ein. Bei regelmäßigen Warenlieferungen über einen festgelegten Zeitraum zählt dagegen die erste Lieferung.

Worauf er sich stützt

Die Berechnung im Fristrechner beruht vollständig auf den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs für den Verbrauchsgüterkauf im Internet. Nach § 355 Absatz 2 BGB beträgt die gesetzliche Widerrufsfrist für private Verbraucher genau 14 Kalendertage. Sie beginnt nicht, bevor der Verkäufer dich über dein Widerrufsrecht unterrichtet hat (§ 356 Absatz 3 BGB). Kreuzt du die fehlende Belehrung an, zeigt der Rechner die Höchstgrenze: Das Recht erlischt spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Erhalt (§ 356 Absatz 4 BGB).

Der Tag der eigentlichen Zustellung zählt nach § 187 Absatz 1 BGB bei der Fristberechnung nicht mit. Die Zählung der 14 Tage beginnt am folgenden Tag, selbst wenn dieser ein Sonntag oder Feiertag ist. Die Frist endet nach § 188 Absatz 1 BGB mit Ablauf des vierzehnten Tages, also um 24 Uhr. Fällt dieses Ende auf einen Samstag, Sonntag oder bundesweiten Feiertag, setzt der Rechner nach § 193 BGB den nächsten Werktag.

Zur Fristwahrung genügt laut § 355 Absatz 1 BGB das rechtzeitige Absenden deiner eindeutigen Erklärung an den Händler. Die einzelnen Schritte erklärt dir die Anleitung zum Widerrufsrecht beim Online-Kauf mit allen praktischen Details.

Was er vereinfacht

Der Fristrechner berücksichtigt ausschließlich bundesweite Feiertage, keine Feiertage einzelner Bundesländer. § 193 BGB stellt aber auf Feiertage ab, die am Erklärungsort staatlich anerkannt sind. Fällt das Ende auf einen Feiertag deines Bundeslands, gilt der nächste Werktag; sicherer ist es, früher abzuschicken.

Zudem setzt das Rechenmodell voraus, dass für deine bestellte Ware überhaupt ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht. Nach § 312g Absatz 2 BGB entfällt dieses Recht etwa bei Waren nach Kundenspezifikation, schnell verderblichen Waren oder entsiegelten Hygieneartikeln. Dasselbe gilt für Software, Ton- und Videoaufnahmen, deren Versiegelung du nach der Lieferung entfernt hast. Ob eine solche Ausnahme vorliegt, prüft der Rechner nicht.

Das errechnete Datum trifft daher keine Aussage darüber, ob dein Vertrag im Einzelfall juristisch wirksam widerrufen werden kann. Bei unklaren Händlerangaben oder Streitigkeiten über den genauen Lieferzeitpunkt unterstützt dich eine Verbraucherzentrale bei der weiteren Klärung.

So liest du das Ergebnis

Unterscheide im Ergebnis die gesetzliche Frist von einer freiwillig eingeräumten Rückgabegarantie des jeweiligen Online-Shops. Eine längere Rücknahmefrist des Anbieters ist eine Zusage des Shops, keine gesetzliche Frist; der Rechner zeigt sie nur, wenn sie länger als 14 Tage ist. Er zählt sie ab deinem Zustelldatum und ohne Verschiebung nach § 193 BGB. Manche Shops rechnen anders: Temu zählt sein Rücksendezeitfenster ab dem Kauf, maßgeblich sind die Bedingungen des Shops.

Auf einem Marktplatz, einer Plattform für Verkäufe verschiedener Händler, gelten die gesonderten Bestimmungen des jeweiligen Vertragspartners. Verkäufer der Ware ist dabei das konkrete Unternehmen und nicht der übergeordnete Betreiber der Internetplattform. Prüfe vor deiner Erklärung die Angaben in der Bestellbestätigung sowie die hinterlegte Widerrufsbelehrung des Verkäufers.

Nach dem erklärten Widerruf hast du 14 Tage Zeit, die Ware abzuschicken; die Frist läuft ab deiner Erklärung (§ 355 Absatz 3, § 357 Absatz 1 BGB). Informiere dich über die Regeln zu Rücksendekosten, da ein kostenloser Rückversand vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben ist. Für sperrige Möbel braucht es oft eine Spedition, also ein Transportunternehmen für Großwaren. Nach § 357 Absatz 5 BGB trägst du die unmittelbaren Rücksendekosten, wenn der Verkäufer dich vorab darüber informiert hat.

  1. Empfangsdatum klären

    Prüfe, wann du oder ein von dir benannter Dritter die maßgebliche Ware tatsächlich erhalten habt.

  2. Datum eingeben und Ergebnis prüfen

    Trage das Empfangsdatum im Rückgabe-Fristrechner ein. Prüfe zusätzlich regionale Feiertage am Ort deiner Widerrufserklärung.

  3. Widerruf eindeutig erklären

    Sende dem Verkäufer deine eindeutige Erklärung rechtzeitig, etwa per E-Mail oder über die Widerrufsfunktion. Bewahre den Nachweis auf.

  4. Rücksendung organisieren

    Prüfe Rücksendeadresse und Kosten. Sende die Ware grundsätzlich spätestens 14 Tage nach deiner Widerrufserklärung ab und sichere den Einlieferungsbeleg.

Häufige Fragen

Muss ich einen Grund für den Widerruf nennen?

Nein. Nach § 355 Absatz 1 BGB genügt eine eindeutige Erklärung gegenüber dem Verkäufer, ohne Begründung. Kommentarloses Zurückschicken reicht dafür nicht.

Zählt bei regelmäßigen Warenlieferungen die erste oder letzte Lieferung?

Bei einem Vertrag über regelmäßige Warenlieferungen zählt die erste erhaltene Ware nach § 356 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe d BGB. Das unterscheidet solche Verträge von getrennten Lieferungen einer einzelnen Bestellung.

Wann bekomme ich nach dem Widerruf mein Geld zurück?

Grundsätzlich sind empfangene Leistungen spätestens nach 14 Tagen zurückzugewähren. Der Verkäufer darf die Rückzahlung jedoch zurückhalten, bis er die Ware erhält oder du ihre Absendung nachweist (§ 357 BGB). Erstattet werden auch Hinsendekosten bis zur günstigsten Standardlieferung.

Was gilt, wenn die Ware mangelhaft ist?

Dann kommt neben dem Widerruf die Gewährleistung infrage: die gesetzliche Haftung des Verkäufers für Mängel. Bei einer berechtigten Nacherfüllung trägt der Verkäufer die erforderlichen Transportkosten nach § 439 Absatz 2 BGB.

So wissen wir das

  1. § 355 BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  2. § 187 BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  3. § 188 BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  4. § 193 BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  5. § 356 BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  6. § 357 BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  7. § 312g BGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)
  8. Fristen: Dschungel der Termine | Verbraucherzentrale.de (verbraucherzentrale.de)

Die Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Shop-Bedingungen können sich ändern. Prüfe vor dem Kauf die Angaben des jeweiligen Verkäufers.